
Ein Praktischer Leitfaden für Kohlenstoff-Infrarotlampen
Falls Sie jemals Wärme benötigt haben, die sofort verfügbar sein muss – und nicht erst in fünf Minuten – dann haben Sie wahrscheinlich schon an Kohlenstoffheizlampen gedacht. Im Grunde genommen verwenden diese Lampen einen Kohlenstoffdraht, der in einem Quarzrohr untergebracht ist, um Kurzwellen-Infrarotstrahlung abzugeben. Sie unterscheiden sich von den herkömmlichen Wolframlampen. Der Kohlenstoff nutzt die Energie auf eine andere Weise – deshalb werden sie verwendet, wenn man sofort eine große Menge an Wärme benötigt.
Leistung und Spannung
Beim Bau dieser Lampen kommt es vor allem auf das Verhältnis zwischen Leistung in Watt und Länge an. Stellen Sie sich vor: Wenn man eine hohe Leistung in eine kleine Lampe steckt, entsteht eine enorme Wärmestärke. Das ist genau das, was man braucht, um beispielsweise PET-Flaschen schnell zu erwärmen oder Materialien schnell zu härten.
In der Regel arbeiten diese Lampen bei 230 V oder 400 V. Ein Tipp: Bei einer höheren Spannung kann man mit dünneren Kabeln arbeiten – das spart viel Aufwand bei der Installation.
Aber Vorsicht: So viel Wärme setzt großen Druck auf die Reflektoren. Wenn die Gehäuse nicht dafür geeignet sind, können sie beschädigt werden. Niemand möchte schließlich eine zerstörte Maschine.
Aufbau: Glas und Anschlüsse
Das Quarzglas ist hier der entscheidende Bestandteil. Es muss extremen Temperaturschwankungen standhalten, ohne zu zerbrechen. Was die Anschlüsse angeht, verwenden wir R7s oder SK15. Es hängt davon ab, ob man einen schnellen Einbau möchte oder etwas mit mechanischem Verschluss, das nicht verrutschen kann.
Manche Lampen haben außerdem eine spezielle Beschichtung. Das dient nicht nur dem ästhetischen Aspekt, sondern auch dazu, die Wärmeabgabe anzupassen – je nachdem, was genau erhitzt werden soll. Wenn man beispielsweise mit dunklen Kunststoffen arbeitet, leitet eine laminierte Lampe die Energie viel schneller in das Material ein als eine klare Lampe.
Nachteile (Denn nichts ist perfekt)
Die Geschwindigkeit ist wirklich großartig – man erreicht die maximale Temperatur bereits in Sekundenschnelle. Doch es gibt auch Nachteile. Da die Kohlenstoffdrähte so hochleistungsfähig sind, reagieren sie empfindlich auf Vibrationen. Wenn die Maschine stark vibriert, können die Lampen viel früher ausfallen.
Die Lösung? Verwenden Sie gefederte Clips, um die Lampen sicher zu halten. Vergessen Sie auch nicht die Belüftung – wenn das Quarzgehäuse wegen mangelnder Luftzirkulation zu heiß wird, funktioniert die Lampe nicht mehr. Sorgen Sie für eine gute Belüftung, dann halten die Lampen länger.